Der Markt ist voll von ToDo-Apps und Task-Managern. Von Notion über Todoist bis hin zu komplexen Jira-Boards gibt es unzählige Tools, die versprechen, das Leben zu strukturieren. Das Problem: Die meisten dieser Apps sind entweder völlig überladen oder zwingen einen in ein starres System, das nicht zum eigenen Workflow passt. Am Ende verbringt man mehr Zeit mit dem Pflegen des Tools als mit dem Erledigen der eigentlichen Aufgaben.
Weil ich meine eigenen ToDos immer perfekt im Blick behalten wollte, habe ich keine App abonniert – ich habe mir in einer kurzen Vibe-Coding-Session einfach meine eigene gebaut.
Das Problem: Der Overhead fremder Tools
Wenn man an mehreren Projekten gleichzeitig arbeitet, ändern sich die Anforderungen an ein Task-Tool ständig. Mal braucht man eine simple Liste, mal eine schnelle Timeline, mal eine direkte Verknüpfung zu den täglichen Zielen.
Kommerzielle Apps versuchen immer, die eierlegende Wollmilchsau für Millionen von Nutzern zu sein. Das führt zu überfrachteten Interfaces, unnötigen Klicks und Ablenkung. Ich wollte radikale Einfachheit: Ein Tool, das exakt meinen Fokus widerspiegelt, blitzschnell lädt und genau die Features besitzt, die ich heute brauche. Nicht mehr und nicht weniger.
Der Workflow: In einer Stunde vom Gedanken zur App
Dank Vibe Coding ist der Bau einer solchen maßgeschneiderten App kein Wochenendprojekt mehr, sondern eine Sache von einer Stunde. Ich habe mich mit der KI zusammengesetzt und das Tool direkt aus dem Workflow heraus geformt.
- Der Fokus: Keine Registrierung, kein Setup-Prozess. Die App musste sofort einsatzbereit sein.
- Die Umsetzung: Ich habe der KI die genaue Logik diktiert, wie ich meine Aufgaben priorisiere. Das Interface wurde minimal gehalten, damit der Blick immer auf den brennendsten Aufgaben bleibt.
- Die Anpassung: Wenn mir während der Nutzung auffiel, dass eine Sortierung oder ein Filter fehlt, wurde das Feature per Prompt in Sekunden nachgerüstet.
Das ist die wahre Power des modernen Codens: Die Barriere zwischen „Ich brauche ein Werkzeug“ und „Ich benutze das Werkzeug“ ist komplett verschwunden.
Das Ergebnis: Mein Workflow, meine Regeln
Die App tut genau das, was für meine Produktivität entscheidend ist. Sie ist schlank, reaktiv und speichert alles lokal, ohne dass Daten über unzählige Drittanbieter-Server wandern.
Es ist ein befreiendes Gefühl, Software zu nutzen, bei der man jede einzelne Zeile und jedes UI-Element genau auf die eigenen Gewohnheiten angepasst hat. Es gibt keine ungenutzten Buttons, keine nervigen Update-Meldungen und kein visuelles Rauschen.
Das Fazit: Scratch your own itch
Dieses Projekt ist das perfekte Beispiel für das Prinzip „Scratch your own itch“ (Löse deine eigenen Probleme). Vibe Coding nimmt uns die Ausrede, dass die Entwicklung eigener Tools zu lange dauert.
Wenn der Markt dir nicht das Werkzeug liefert, das du für deine tägliche Arbeit brauchst, dann setz dich hin, nutze die Power von LLMs und baue es dir selbst. Die investierte Stunde spart am Ende Wochen an verschwendeter Produktivität.